Masterarbeit im Rahmen des Executive Master of Public Administration (MPA) der Universität Bern 2015-2017

Stadtkanton oder Hauptstadtdistrikt?
Ein Gedankenexperiment über mögliche Auswirkungen.

Im Kanton Bern manifestieren sich die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Mentalitäten der urbanen Bevölkerung und derjenigen auf dem Land und in den Agglomerationen in verschiedenen Bereichen. Eine Auswertung der eidgenössischen und kantonalen Abstimmungen der letzten zwanzig Jahre verdeutlicht die besonders grossen Unterschiede zwischen der Stadt Bern und dem Restkanton. Dieser Stadt-Land-Graben wie auch die Zentrumsfunktion der Stadt Bern als Kantonshauptstadt und Bundesstadt sowie die finanzielle Abgeltung der entsprechenden Lasten werden regelmässig öffentlich thematisiert. Bis heute konnte jedoch noch kein Ansatz für den Umgang mit diesen Fragestellungen umgesetzt werden.

Die vorliegende Arbeit zeigt im Sinne eines Gedankenexperiments zwei neue, radikale Modelle auf, analysiert – fokussiert auf die Sicht der Stadt Bern – mögliche institutionelle und politische Auswirkungen und vergleicht diese mit dem Status quo: erstens die Schaffung eines Stadtkantons Bern, zweitens die Schaffung eines Hauptstadtdistrikts, in Anlehnung an die Organisationsformen der Hauptstädte Canberra (Australien) und Washington, D.C. (USA).

Die Analyse zeigt die Radikalität und Komplexität der beiden Modelle. Die Erkenntnisse der vorliegenden Arbeit sollen denn auch kein erster Schritt zu deren Umsetzung sein, sondern als Grundlage und Denkanstoss für umsetzbarere Ansätze eines weniger konfliktbehafteten Zusammenlebens von Stadt und Land sowie zur Stärkung der Stadt Bern als wirtschaftsstarkes Politzentrum dienen.

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